Materialkostenplan, Personalkostenplan, Gemeinkostenplan
Im Rahmen einer professionellen Unternehmensplanung ist es essenziell, die Gesamtkosten des
Betriebs differenziert zu analysieren. Dazu werden sie in drei zentrale Bereiche unterteilt:
Materialkosten beziehungsweise Wareneinstandskosten, Personalkosten und Gemeinkosten.
Diese Trennung ermöglicht eine gezielte Steuerung und Kontrolle der einzelnen
Kostenarten.
Kostenplanung - Materialkosten- und Wareneinstandskosten
Die Materialkosten und Wareneinstandskosten zählen zu den sogenannten variablen Kosten.
Ihr Wert verändert sich unmittelbar in Abhängigkeit von den erzielten Umsätzen. Bei der
Planung werden für jede Umsatzposition prozentuale Werte festgelegt, die den jeweiligen
Einkaufspreis der Waren oder Materialien widerspiegeln. Die eigentliche Kalkulation
dieser Kosten erfolgt anschließend automatisch durch das eingesetzte Programm.
Ein besonderer Vorteil dieser Vorgehensweise liegt in der einfachen Anpassung der
variablen Kosten über prozentuale Einstellungen. Gerade bei Planspielen, Simulationen
oder der Entwicklung unterschiedlicher Szenarien erweist sich dies als äußerst praktisch.
Bereits eine geringfügige Veränderung eines Prozentsatzes führt zu einer vollständig
neuen Kostenplanung, die sich auf den gesamten Planungshorizont von drei bis fünf
Jahren auswirkt.
Kostenplanung - Personalkosten
Die Planung der Personalkosten gestaltet sich sehr benutzerfreundlich: Es können
mit wenigen Klicks die unterschiedlichen Personalkostenbereiche angelegt werden, wobei
im Anschluss lediglich die geplanten Bruttogehälter beziehungsweise Bruttolöhne zu
erfassen sind.
Die im Programm hinterlegten Sozialversicherungssätze werden dabei automatisch
berücksichtigt, sodass die Gesamtkosten sowie die Personalausgaben zuverlässig
vom System berechnet werden.
Kostenplanung - Gemeinkosten
Schritte zur Gemeinkostenplanung
Bevor mit der eigentlichen Planung der Gemeinkosten begonnen wird, müssen Sie zunächst
die einzelnen Kostenarten auswählen. Hierfür stehen insgesamt 28 verschiedene
Kostenpositionen zur Verfügung, die per Klick bestimmt werden können.

Falls im Unternehmen Kosten entstehen, die ungewöhnliche oder abweichende Bezeichnungen
tragen, können diese im Kontenrahmen ganz einfach angepasst und überschrieben werden.
So bleibt die Kostenübersicht individuell und flexibel.
Steuerliche Einstellungen und Abgrenzung
Für jede Kostenart lassen sich unterschiedliche Vorsteuersätze festlegen. Zudem kann
über einen Klick entschieden werden, ob die jeweiligen Kosten innerhalb der
Rentabilitätsplanung abgegrenzt werden sollen.
Automatische Übernahme und Vergleich
Die ausgewählten Kostenarten werden automatisch in den Gemeinkostenplan und
den Rentabilitätsplan übernommen. Außerdem erscheinen sie im Monatsbericht
"
Plan-Ist-Vergleich", was eine transparente Übersicht der geplanten und tatsächlichen
Kosten ermöglicht.

Praktische Vorgehensweise bei der Kostenplanung
Im Unterschied zur Umsatzplanung reicht es in der Regel aus, die Vorjahreswerte
als Basis für die Planung der Gemeinkosten zu verwenden. Diese Werte können mit
einem Auf- oder Abschlag übernommen und angepasst werden.
Zeitaufwand und automatische Erfassung
Für die rein zahlenmäßige Erfassung der Gemeinkosten ist ein Zeitaufwand von
etwa 30 Minuten realistisch. Abschreibungen, Versandkosten, Provisionen sowie
Zinserträge und Zinsaufwendungen werden dabei automatisch vom Programm in den
Gemeinkostenplan übernommen, was den Prozess deutlich erleichtert.
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Investitionsplan
Grundlagen der Investitionsplanung
Bei der Planung umfangreicher Investitionsprojekte steht stets die zentrale Frage
im Raum, wie die notwendigen finanziellen Mittel für die Anschaffung oder Herstellung
von Wirtschaftsgütern bereitgestellt werden sollen.
Im Unternehmensplaner bildet der Anlagespiegel die Grundlage, indem dort der
Nettowert des zu erwerbenden oder herzustellenden Wirtschaftsguts übernommen
wird.
Berücksichtigung der Umsatzsteuer und Liquiditätsaspekte
Die auf Investitionen entfallende Umsatzsteuer wird im Programm sowohl im
Liquiditätsplan als auch im Steuerplan automatisch berücksichtigt. Zum Zeitpunkt
der Investition entsteht zunächst ein Abfluss liquider Mittel, da die Umsatzsteuer
gezahlt werden muss. Je nach vereinbartem Vorauszahlungsmodus erfolgt jedoch einige
Monate später ein Rückfluss der geleisteten Umsatzsteuer durch das Finanzamt.
Abbildung der Investition in den Plänen
Der ermittelte Nettowert der Investition wird im Liquiditätsplan, im
Finanzplan
sowie im Bilanzplan unter dem Anlagevermögen ausgewiesen. Der
Liquiditätsplan zeigt dabei transparent auf, ob die Anschaffung oder Herstellung der Wirtschaftsgüter
durch Eigenmittel gedeckt werden kann. In der Praxis erfordern größere Investitionen
jedoch oftmals die Aufnahme von Fremdmitteln, um den gesamten Finanzierungsbedarf
zu decken.
Planungsbeispiel: Planmappe im pdf.Format
Abschreibungen und ihre Auswirkungen
Die für die Investition berechneten Abschreibungen werden automatisch in den
Gemeinkostenplan sowie parallel in den Rentabilitätsplan übernommen. Sie beeinflussen
das betriebliche Ergebnis maßgeblich und spiegeln sich letztlich auch in der
Planbilanz wider.
